
Frühstücker sind klar auf Platz eins. Wer in der Früh schon etwas runterbekommt und dem Körper direkt Energie liefert, startet meistens stabiler in den Tag. Der Blutzuckerspiegel bleibt konstanter, die Konzentration ist da und der Hunger meldet sich nicht schon um 11 Uhr mit voller Wucht.
Für viele ist das aber einfach nicht realistisch. Wenn um 6:00 der Wecker läutet, besteht oft noch gar kein Hungergefühl und Essen fühlt sich eher nach Pflicht als nach Bedürfnis an. Genau hier kommen die Spätstücker ins Spiel und landen ganz klar auf Platz zwei.
Steht man also z.B. um 6:00 auf, ist es sinnvoll, zunächst ein Glas Wasser zu trinken. Über Nacht verliert der Körper Flüssigkeit, weshalb man morgens häufig leicht dehydriert ist. Wasser unterstützt den Kreislauf und hilft dabei, Hungersignale besser wahrzunehmen. Trinkt man danach vielleicht nur einen Kaffee, kann ein Spätstück gegen 8:00 oder 9:00 eine richtig gute Lösung sein. Zu diesem Zeitpunkt meldet sich der Hunger meist von selbst und der Körper ist bereit für die erste Mahlzeit.
Erst im Laufe des Vormittags etwas zu essen ist immer noch deutlich sinnvoller als gar kein Stücker zu sein.
Bleibt die erste Mahlzeit komplett aus, hat das meist spürbare Auswirkungen. Die Energie fehlt, die Leistungsfähigkeit sinkt und irgendwann kommt der große Hunger.
Oft endet das dann in „kleinen Snacks“ zwischendurch oder spontanen Heißhungerattacken, bei denen meist schnelle, zuckerreiche Lebensmittel gewählt werden. Der Blutzuckerspiegel steigt dadurch rasch an, fällt aber genauso schnell wieder ab und sorgt dafür, dass man kurze Zeit später erneut Hunger hat.
Ein Früh- oder Spätstück kann genau diesen Kreislauf verhindern. Der Körper bekommt Energie für den weiteren Tagesverlauf, ohne dass man sich direkt nach dem Aufstehen zum Essen zwingen muss. Besonders sinnvoll ist es dabei auf langkettige Kohlenhydrate wie Haferflocken oder Vollkornprodukte zu setzen, da diese langsamer verdaut werden und länger satt halten. Außerdem sollte bei jeder Mahlzeit eine gute Proteinquelle, da Eiweiß (nicht das weiße vom Ei, sondern der Makronährstoff ;)) nicht nur die Sättigung unterstützt und den Blutzuckerspiegel stabiler hält, sondern auch für den Erhalt und Aufbau der Muskulatur sowie für wichtige Körperfunktionen unverzichtbar ist.
Wird am Vormittag außerdem auf Zucker verzichtet, bleibt der Blutzuckerspiegel stabiler und unkontrolliertes Snacken im weiteren Tagesverlauf kann vermieden werden.
Frühstück bleibt die beste Option, ein Spätstück ist eine gute Alternative und gar kein Stück kann sich langfristig negativ auf Energielevel, Essverhalten und Konzentration auswirken.

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